#61 - cerascreen Gesundheitsfestival 2026: Die wichtigsten Hebel für einen leistungsfähigen Körper mit Antonia Bayer
Shownotes
Warum sind manche Menschen bis zum Abend fokussiert und leistungsfähig, während bei anderen schon am Nachmittag die Energie nachlässt? In diesem Vortrag des cerascreen GesundheitsFestivals 2026 zeigt Gesundheitsexpertin Antonia, welche Faktoren hinter Müdigkeit, Konzentrationstiefs und fehlender Belastbarkeit stecken können.
Dabei geht es unter anderem um Schlaf und Regeneration, Stress und unseren zirkadianen Rhythmus sowie die Rolle wichtiger Mikronährstoffe. Antonia erklärt außerdem, warum Biomarker wie Ferritin, Vitamin D, B-Vitamine, Omega-3 oder Cortisol dabei helfen können, mögliche Leistungsbremsen besser zu verstehen – und warum mehr Arbeit nicht automatisch mehr Leistung bedeutet.
Speakerin: Antonia Bayer, Gesundheitsexpertin bei cerascreen
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Transkript anzeigen
00:00:00: Nach einem sehr spannenden Vortrag soeben über kognitive Leistungsfähigkeit geht's jetzt ein Thema, das vermutlich jeder von uns schon mal erlebt hat, nämlich die fehlende Energie. Viele Menschen fühlen sich dauerhaft müde, erschöpft oder haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Oft wird das einfach als normal hingenommen, aber es gibt viele Faktoren, die die Energie beeinflussen und die körperliche Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit und unseren Fokus und viele Faktoren, an denen wir tatsächlich etwas verändern können. Deshalb freue ich mich sehr, Antonia begrüßen zu dürfen.
Antonia ist Gesundheitsexpertin von cerascreen. Ich, beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen Ernährung, Mikronährstoffen, Lebensstil und Gesundheit und in ihrem Vortrag Energie, Fokus und Belastbarkeit, die wichtigsten Hebel für einen leistungsfähigen Körper, zeigt sie, welche Faktoren unsere Energie im Alltag wirklich: beeinflussen, an welchen Stellschrauben sie ansetzen können, um sich langfristig leistungsfähiger und belastbarer zu fühlen. Damit, Antonia, schön, dass du da bist. Ich freue mich sehr auf deinen Vortrag und die Bühne gehört dir. Ja, hi. Äh, genau, also ich bin für euch alle Antonia und, ich erlaube mir auch mal, das Du und euch zu sagen, weil ich hab dann immer das Gefühl, wir sind so ein bisschen näher beieinander und hier soll's ja drum gehen, dass jeder möglichst viel mitnimmt und dass wir 'ne ganz offene Kommunikation hier in der Runde anstreben. Und genau heute mit dem Thema Energie, Fokus, Belastbarkeit. Warum fühlen sich manche Menschen um achtzehn Uhr noch fo-fokussiert und andere sind bereits an ihrem Limit vom Tag angekommen? Woran kann das liegen? Und da hab ich natürlich so 'n paar, meine Agenda sind so die häufigsten versteckten Leistungsbremsen.
Dann wieso sind wir müde, trotz dass wir acht Stunden vielleicht geschlafen haben? Dann geb ich natürlich zu Vitaminen, Mineralien, Dosierungen, Supplementierung: einfach 'n Überblick, was sind so die wichtigsten, , Nährstoffe in dem Bereich dann zu beachten und warum mehr Arbeit nicht automatisch mehr Leistung bedeutet, sondern dann auch mal manchmal 'ne Pause ganz gut tut. Und noch zum Abschluss die wichtigsten Biomarker für mentale Performance. Und da kommen wir direkt zu einem interessanten Satz, bisschen zum Nachdenken anregend: Leistung beginnt nicht mit Motivation, sie beginnt mit Energie. Und Energie beginnt oft mit den Grundlagen, die wir messen können. Und ich hab 'ne ganz spezielle eigene Geschichte natürlich mitgebracht und will aber zuerst mal von euch wissen, dann dürft ihr gerne einmal in den Chat schreiben mit 'ner eins für Ja, mit 'ner null für Nein.
Wer schafft es aus dem Off, fünf Kilometer zu laufen? Also wenn ihr das schafft, einfach wenn wir sagen, jetzt geht's los, fünf Kilometer, wer schafft das? Gerne 'ne eins in den Chat und 'ne null für aktuell nicht oder nicht so: ad hoc. Schreibt gerne mal 'ne eins oder 'ne null in den Chat. Mit Laufen meinst du joggen bestimmt, ne? Ja, auf jeden Fall. Das andere wäre gehen, also joggen, laufen. Genau. Ähm, wenn jetzt schon so 'n paar Nuller kommen, dann, äh, ist wahrscheinlich die zweite Frage: Wer könnte aus dem Off zweiundvierzig Kilometer laufen? Also 'n Marathon, wenn wir sagen, es geht los, wo sind wir dann? Ich glaub, da müsstest nicht noch mal 'ne Null reintippen. Da sind wir wahrscheinlich wieder beim gleichen Ergebnis. Und, da ist es so, dass zum Beispiel hier, das bin ich auf 'n paar Bildern, aber auch mein Cousin ist zum Beispiel Ultraläufer und der rennt jede Woche irgendwie achtzig oder hundert Kilometer am Stück ohne Pause.
Und, ich hatte das Glück, selbst vier Jahre auf Mallorca gelebt zu haben und, hab da viel Triathlon gemacht, dann auch: profimäßig. Und wie ich das erste Mal die olympische Distanz gewonnen habe bei 'nem Triathlon da vor Ort in Palma. Und, das Schönste dabei war neben dem Gewinnen noch, dass ich auch besser war wie drei Ironman-Teilnehmer. Die haben sich nämlich alle für 'n langen Ironman vorbereitet und dann war ich von der Zeit besser als die drei. Und da ist immer die Frage: Wie schafft man solche Dinge? Also für manche ist es der Triathlon-Wettkampf, ne, für andere der Ultralauf. Ich könnte auch keine zweiundvierzig Kilometer aus dem Off jetzt mal eben laufen, mein Cousin schon.
Aber für andere ist es einfach nur der Alltag mit zwei oder drei Kindern. Und ich wage mal zu sagen, oder in 'nem sehr anstrengenden Job, dass das manchmal intensiver ist, weil meine olympische Distanz war so nach zwei, drei Stündchen vorbei und dann konnte ich mich wieder ausruhen und den Alltag oder den Job, die Herausforderungen, alles zu managen, das haben wir oft natürlich vierundzwanzig: sieben. Das heißt, davon gibt uns niemand 'ne Pause und wir vergessen vielleicht auch manchmal, uns zu erholen. Und da sind wir am Punkt, wo ich sag: Worum geht's eigentlich? Ja, also was müssen wir eigentlich tun, damit wir Energie haben? Und es geht eigentlich immer darum, aus meiner Sicht, gesund zu sein, sich wohlzufühlen, ausgeglichen zu sein und eigentlich alles machen zu können, worauf wir Lust haben. Wenn du keine Lust hast, jetzt aus dem Off zweiundvierzig Kilometer laufen zu wollen, dann ist es ja auch in Ordnung, wenn du's nicht kannst. Aber wenn du sagst, ich möchte irgendwie mit siebzig noch fit sein und möchte rausgehen und möchte vielleicht 'ne Runde Fahrrad fahren und 'n Eischen essen, dann wär's wichtig, dass du das auch mit siebzig noch schaffst und auch die Energie dazu hast.
Oder wenn du sagst "Hm, ich hab zwar 'n anstrengenden Job, aber ich hab Lust abends, wenn ich vielleicht auch bis neunzehn Uhr arbeite, um zwanzig Uhr noch gut drauf zu sein und vielleicht auch noch was zu unternehmen, weil ich noch die nötige Energie: dafür hab." Ich hoffe, das seht ihr alle auch so. Ansonsten dürft ihr gerne auch mit mir sprechen oder euer Veto an, einlegen. Und ich hatte zum Beispiel mit achtzehn ganz typisch als junge Frau einen Eisenmangel. Zu der Zeit hab ich natürlich immer dann Eisen supplementiert und durch die Veränderung, durch mein Älterwerden, Lebensumstände haben sich bei mir verändert, hat sich das irgendwann gelegt. Das hab ich aber nur gemerkt, weil ich's wieder gemessen hab. Das heißt, ob ich jetzt das Eisen supplementiert hab oder nicht, am Anfang hab ich die ersten zwei, drei Wochen einen kleinen Energieschub gemerkt. Dann hat sich der Körper wieder damit arrangiert. Ich war nicht mehr so müde dauerhaft, aber das vergisst man ja auch nach zwei, drei Jahren irgendwann.
Und dann hab ich das einfach supplementiert. Und irgendwann hab ich natürlich gesagt „Okay, ich check das jährlich." Das heißt, irgendwann hab ich gesehen „Ah, ich brauch das Supplement gar nicht mehr, weil mein Eisenmangel ist nicht mehr vorhanden", hab ich dann einfach ausprobiert. Das: hätte ich aber nie gewusst, hätte ich's nicht gemessen. Und deshalb der Satz: „Dein Körper ist ein dynamisches System und kein starrer Zustand." Deshalb ist es wichtig, immer wieder in sich reinzuhören, Themen zu beobachten, die auftreten und auch vielleicht je nach Risikogruppe zu agieren. Also, ne, junge Frauen ist es typisch vielleicht 'n Eisenmangel. Wenn ich jetzt, älter bin, hab ich vielleicht andere Themen, ne. Ältere Männer brauchen, müssen vielleicht 'n Prostata-Check machen. So, ne. Das sind einfach gewisse Risikogruppen. Bin ich schwanger, hab ich wieder andere Bedürfnisse. Und wenn ich jetzt zum Beispiel auch in meinem Alltag im Außendienst bin – das sind viele in Deutschland – die sind vielleicht das halbe Jahr am Reisen.
Die haben ganz andere Ernährungsweisen, Ernährungsformen, sind auch teilweise auf gewisse Restaurants angewiesen. Und es gibt natürlich in ländlicheren Regionen Leute, die bauen sich 'n großen Garten an und haben dann viel frisches Gemüse. Die, die das natürlich tun und: vielleicht zweimal am Tag kochen, bekommen wahrscheinlich 'n anderen Nährstoff, gehalt schon durch die reine Ernährung, wie die, die dann irgendwo im Außendienst sind. Und ich zum Beispiel bin jetzt mittlerweile viel mehr im Büro, deshalb ist Eisen jetzt kein Thema mehr, aber Vitamin D für mich total in den Vordergrund vom Biomarker gerückt und darauf hab ich jetzt viel mehr Achtung und check das immer wieder gegen Und die häufigsten versteckten Leistungsbremsen sind, - das kann natürlich, da gibt's viele Ursachen.
Wenn wir aber auf die Nährstoffe gucken, könnten es diese drei hier sein. Ja, da sind drei, Bausteine besonders wichtig. Und zwar ist es einmal Ferritin, also das Speichereisen. Und hier geht's nicht nur um Supplementierung, sondern auch um die normale Ernährung. Wenn wir Eisen oder wenn Eisen fehlt, ist es ein Problem, denn Eisen ist: ein Kernbaustein von Hämoglobin, also unserem roten Blut und auch den Mitochondrien. Das sind so die Kraftwerke in den Zellen. Habt ihr bestimmt schon mal gehört. Und 'ne Metaanalyse zeigt: Selbst ein Eisenmangel ohne Blutanämie führt zu subjektiver chronischer Erschöpfung, auch manchmal so Nebel im Kopf oder verminderte Konzentration. Und wann macht sich das bemerkbar? Oft schafft der Körper, also unser Körper ist ja ein Wunderwerk, oft schafft er ganz viel auszugleichen, nur vielleicht dann irgendwann nicht mehr acht Stunden und wir stehen alle frühs auf, sind dann vielleicht ein paar Stunden wacher wie sonst und später in den Tag haben wir dann irgendwann Probleme, wenn so was gegeben ist.
Das heißt, wenn das für dich gar kein Thema spielt, weil dein Körper überhaupt kein Thema mit Eisen hat, ist es natürlich nicht wichtig und du kannst das ignorieren. Wenn du trotzdem dann gegen Nachmittag müde bist, liegt's wahrscheinlich nicht am Eisen. Um das aber zu wissen, ist: es schwierig, weil Vitamin D zum Beispiel als Nächstes schmeckt man so schlecht. Das heißt, du schmeckst ja nicht, ob du viel oder wenig Vitamin D hast. Du hast vielleicht ein Symptom wie Müdigkeit. Und Vitamin D ist ja streng genommen ein Hormon und da ist es ganz klar, dass das Enzym, von Vitamin D, sozusagen die Vorstufe v, zur Produktion von Dopamin ist, was uns antreibt und auch Noradrenalin uns Fokus gibt. Außerdem hat Vitamin D, nimmt ungefähr an dreihundert Stoffwechselprozessen teil und da gibt's sehr, sehr viele Studien und Zusammenhänge, dass es eben mit solchen Symptomen wie Müdigkeit zusammenhängt. Und bei Eisen ist es in der Gesamtmenge, in der Gesamtbevölkerung seltener, dass dort ein, Mangel oder eine Unterfunktion, , vorliegt wie beim Vitamin D zum Beispiel.
Da sind wir alle in Deutschland deutlich stärker gefährdet und müssen einen viel: höheren, Fokus drauf legen grundsätzlich, weil's auch ein Stoff ist, den ich einfach über die Ernährung nicht kompensieren kann. Das heißt, wir schaffen es nur ungefähr zwanzig Prozent über die Nahrung aufzunehmen. Das bedeutet, der Rest wäre Sonne oder Supplementierung. Was natürlich bei einem Eisen oder auch einem B zwölf einfacher über die Ernährung geht. Das nächste ist B zwölf für die Zellenergie und die Nervenstärke. Fehlt B zwölf, verlangsamt sich die Signalübertragung im Gehirn und wenn das passiert, könnt ihr euch das so vorstellen, wie als würde das Gehirn von einem Glasfaserkabel auf so ein stotterndes Kupferkabel umschalten.
Dann seid ihr langsamer, seid vielleicht mehr angestrengt, es raubt euch mehr Energie und dann habt ihr auch wieder einen Abfall. Und wenn ihr jetzt mit so was wie "Ich bin müde" oder nachmittags oft schlapp, da geht man zum einen wahrscheinlich: häufig gar nicht zum Arzt. Und wenn man dorthin geht und würde Blutwerte genommen bekommen, sind das halt Standardlaborwerte, die meistens nur testen, ob wir krank sind. Das heißt, wenn du aber als High Performer enden willst und eigentlich wissen willst, wie du mehr Energie in deinen kompletten Lebensalltag kreierst, dann sind das zum Beispiel Biomarker, die einfach Aufmerksamkeit verdienen. Und die nächste Frage ist: Wieso bin ich vielleicht müde trotz acht Stunden Schlaf? Also acht Stunden, schlafen wir, bedeutet aber nicht, dass wir uns acht Stunden erholen, ne? Wenn dein Auto zum Beispiel acht Stunden in der Garage steht, aber der Motor würde die ganze Zeit laufen, und die ganze Zeit auf Leerlauf hochdrehen, ist der Tank morgens trotzdem leer. Und das ist ein bisschen vergleichbar, ne?
Wir brauchen den REM-Schlaf und den Tiefschlaf und nur wenn wir uns da bewegen, dann: schaffen wir es im Prinzip, wirklich, wirklich erholt aufzuwachen. Und jetzt gibt's eben so drei Auslöser, die haben wir selbst in der Hand und dann gibt's wieder die anderen Themen wie Biochemisches. Kommen wir erst mal zu den drei Auslösern, die wir selbst in der Hand haben. Wenn wir spät essen zum Beispiel, liegt uns das Essen im Magen, kennen wir so umgangssprachlich, oder auch wenn wir zum Beispiel abends Alkohol trinken. Alkohol stoppt den REM-Schlaf nahezu komplett. Der Körper ist dann entweder mit Entgiftung oder Verdauung beschäftigt und, sollte eigentlich unsere Herzfrequenzra-ratenvariabilität senken.
Das würde bedeuten, dass der Körper versteht, er hat jetzt eine Pause. Passiert aber nicht, wenn ich spät gegessen habe oder eben Alkohol getrunken habe. Wenn ich sehr spät noch ein intensives Training mach, kommt zum Beispiel zu viel Stresshormon noch in meinen Körper. Und dann findet der Körper: physiologisch einfach nicht in den Parasympathikus. Das ist unser Entspannungsnerv. Sympathikus, Parasympathikus hört man ja immer wieder. Sympathikus ist der, der uns pusht, Parasympathikus der, der uns entspannen lässt. Die stehen normal in Balance und logischerweise unter dem Tag hat der Sympathikus mehr Anteile und abends der Parasympathikus. Wenn ich jetzt mich hochpushe und extrem intensives Training mach,, fördere ich so Hormone wie Cortisol, Adrenalin, also Stress, Aktivität. Und das sind eben die Gegenspieler vom Parasympathikus. Und dann gibt's noch solche Themen, die ich vielleicht körperlich mitbringe. Also wenn ich Apnoe hab, Schlafaussetzer, schlecht Luft bekomme, daran kann ich nicht so viel ändern, ne. Wie jetzt, ich kann mich entscheiden, nicht zu trainieren oder früher zu essen.
Aber wenn ich natürlich irgendwie, nachts schlecht atme, oder in meinem Raum es viel zu heiß ist, dann hab ich ein Problem. Beim, bei der Temperatur kann man sich wieder drum: kümmern. Da gibt's natürlich Möglichkeiten wie, Dämmung, Klimaanlage, keine Ahnung. Aber wenn ich natürlich irgendwelche Probleme hab und schlecht Luft krieg, schlechten Atem, dann wär das natürlich eher biochemisch schon wieder. Und da gibt's auch noch weitere Dinge, wie zum Beispiel auch ein versteckter Eisenmangel. Oder wenn ich Probleme mit der Schild-Schilddrüse hab, also zum Beispiel 'ne Schilddrüsenunterfunktion. Oder wenn so stille Entzündungen im Körper sind, also wenn das Immunsystem im Hintergrund dauerhaft gegen irgendwelche mikroskopischen Entzündungen kämpft. Und das kann zum Beispiel auch, ein extrem starker Muskelkater wär eine mikroskopische Entzündung, ne. Das sind dann so die Dinge, die wir im Alltag haben und manche haben zum Beispiel schlimmere Darmerkrankungen, dann ist das auch etwas, was stören kann. Also das heißt, wir hatten jetzt einmal die Auslöser, die wir selbst so beeinflussen können, dann die biochemischen Energielecks.
Kommen wir: zum dritten Punkt: Wenn wir eine Störung im zirkadianen Rhythmus haben, da sind wir wieder bei dem Thema Stress. Wenn wir frühs, wachen wir ja auf und normal so dreißig bis fünfundvierzig Minuten nach dem Aufstehen, kommt dann unser Stresshormon nach oben. Das heißt, das macht uns wach, ne. Mit dem Stresshormon steigt auch der Sympathikus wieder an und dann sind wir da, dann sind wir im Tag angekommen. Wenn das aber ausbleibt- Dann haben wir ein Problem. Licht ist ein großer Einflussfaktor. Wenn wir frühs dann aufstehen und es ist hell, dann zum Beispiel merkt der Körper über verschiedene hormonelle Reize über die Augen: Ah, jetzt muss Cortisol ausgeschüttet werden.
Wenn ich aber frühs zum Beispiel im Dunkeln aufstehe, in Bad gehe, habe vielleicht kein Fenster da, und setze mich direkt an den PC, dann ist es wahrscheinlich nicht der Fall. Oder wenn ich natürlich grundsätzlich in meinem ganzen: Alltag immer zu viel Cortisol habe, dann schafft es gar nicht, irgendwann abends auch mal runterzugehen, diese Cortisolkurve. Dementsprechend fällt sie frühs nicht hoch. Und dann kommen wir noch zum vierten Thema: das überreizte Nervensystem. Also wenn, dann ist-- das ist ähnlich wie mit dem Cortisol oder das begünstigt sich auch beides. Aber hier geht's mehr in die Sympathikus-Dominanz. Wenn wir so 'n Manager Schedule haben und einfach von Meeting zu Meeting hetzen oder den ganzen Tag auch zwischen Themen switchen müssen oder vielleicht auch gar nicht im Arbeitsmodus, sondern vier Kinder haben, dann ist ja die ganze Zeit irgendein Programm, irgendein Termin, irgendwas, wo wir liefern müssen und dann hat das Nervensystem einfach keine Pausen.
Das ist, dann ein Problem, weil dann haben wir grundsätzlich im ganzen Körper zu viel Muskel, zu viel Nerventonus und dann, , haben wir eher so 'n Alarmzustand im Körper: produziert und dann fühlt man sich einfach früh kaputt, weil diese Dinge uns dann schlapp machen. Und dann schafft man's vielleicht auch die ersten vier Stunden und dann sinkt eben die Energie steil nach unten. Das heißt, auch auf diese äußeren Faktoren, nicht nur auf die Schlafzeit achten, sondern auch um die Themen drumherum und Regeneration, sag ich immer, ist das A und das O. Aber jetzt kommen wir mal noch zu 'n paar Nährstoffen. Hier will ich euch allerdings nicht zu sehr langweilen.
Also zum Beispiel bei Vitamin D3, das ist für Sonnenkraft und Immunsystem. Ich glaube, das kam jetzt schon raus, ne. Die DGE empfiehlt zwanzig Mikrogramm am Tag Minimum. Und da ist es oft so – und das ist jetzt der Aha-Effekt – achthundert internationale Einheiten, das ist praktisch, sind praktisch diese zwanzig Mikrogramm, verhindern Mangel, reichen aber bei Büroarbeitern selten für 'ne mentale Stärke oder mentale Schärfe.: Ne, und da muss man dann einfach gucken. Jetzt kann ich natürlich keinem empfehlen: "Ach, nimm einfach mal vierzig ein." Weil gerade bei Supplementierung ist es nicht förderlich, mehr ist mehr. Hier ist es ganz wichtig, dass wir individuell auf den Körper schauen. Wiege ich fünfzig Kilo? Bin 'ne kleinere Frau versus ein Mann mit vielleicht neunzig Kilo, der hat wahrscheinlich einen ganz anderen Bedarf. Aber da empfehle ich eben immer individuell zu messen, dann zu supplementieren und dann irgendwann wieder zu messen. Mit Eisen ist es ähnlich. Irgendwann pendelt sich das ein. Dann gibt's wieder das Thema, dass sich irgendwann vielleicht auch der Körper verändert. Das heißt, vielleicht ging zwei Jahre die Dosierung gut und im dritten Jahr eben nicht mehr, weil wie zu Beginn gesagt, der Körper verändert sich immer.
Hier ist es so, dass wir fünfzehn Milligramm oder zehn Milligramm haben. Vitamin B12 sind vier Mikrogramm empfohlen von der DGE. Jetzt ist bei: B12 was ganz Witziges: wenn ihr mal schaut, w-was die Supplemente bei B12 haben, die haben teilweise viertausend. Das ist Wahnsinn. Da ist der Körper gar nicht in der Lage, das aufzunehmen. Das heißt, wenn ihr sagt: "Och, ich nehme mal B12 ein" und irgendwas kauft, ohne drauf zu schauen, was eigentlich die Inhaltsstoffe sind, dann haben wir ein Problem. Und eigentlich schafft der Körper maximal fünfundzwanzig Mikrogramm pro Tag zu verstoffwechseln. Ne, und die BfR, da ist das Limit bei fünfundzwanzig Mikrogramm.
Das würde ich auch empfehlen. Da können wir die vier theoretisch ignorieren. Und, , da könnt ihr euch an den fünfundzwanzig orientieren. Aber nicht unbedingt irgendein Supplement einschmeißen, was dann viertausend als Tagesbedarf hat. Dann haben wir Magnesium. Ach so, das sind natürlich auch die, die ich jetzt nenne, ne, Vitamin D, Eisen, B12, jetzt Magnesium, Omega-3,: Kreatin. Das sind natürlich auch die wichtigsten Supplemente oder Stoffe. Es geht alles auch über 'ne normale Ernährung, außer bei Vitamin D vielleicht, wo ihr einfach mehr drauf achten könnt, dass ihr Lebensmittel esst, die diese Stoffe mehr in, äh, mehr beinhalten. Und da ist es so einfach heutzutage: Gebt einfach ein Magnesium, Top zwanzig Lebensmittel, sucht euch vier aus, die ihr besonders gern esst und baut es einfach mehr in eure Ernährung ein. Ne, das geht auch. Also Magnesium ist eher für Muskelentspannung, Schlaf, würd ich euch immer abends empfehlen. Omega-3 für Zellschutz und Gehirnfunktion. Kreatin haben wir noch. Da ist es, gibt's auch ganz verrückte Einnahmemöglichkeiten, aber eine dauerhafte, sichere Einnahme mit 'n paar Gramm pro Tag, am besten noch auf die, aufs Körpergewicht 'n bisschen geachtet, macht Sinn.
Dann gibt's noch Q10. Das ist eben: für die Mitochondrien noch ganz interessant. Und da könnt ihr euch zum Beispiel am EFSA-Limit orientieren. Zink. Zink ist ja auch so das Thema bei Zink und, ja gibt's Studien, grade am Anfang eine Erkältung, wenn man das nimmt, ist, kann man die Zeit verkürzen, wie lang man erkältet ist. Das ist auf jeden Fall 'n spannender Parameter auch, aber auch da, das sind auch Stoffe, Q10 kann der Körper auch selbst produzieren. Das ist für 'n jungen Menschen mit zwanzig wahrscheinlich eher uninteressant. Wenn ich 'n bisschen älter bin, macht's wahrscheinlich Sinn, da auch mal 'n Augenmerk drauf zu werfen. Dann haben wir noch B9 Folat. Das ist auch auf jeden Fall noch für Nervenstärke interessant.
Und jetzt noch mal zu dem Thema. Also wir sind wieder in Richtung Regeneration. Warum mehr Arbeit nicht automatisch mehr Leistung bedeutet. Und jetzt hab ich hier 'n kleinen, Blog für euch, wo wir ein autogenes Training drauf: haben. Hab ich, euch zur Verfügung gestellt. Den hab ich irgendwann mal geschrieben und das kann man auch einfach mal zwischendurch anmachen und sich mal aus dem Alltag nehmen und auch mal wieder Energie tanken. Ihr werdet merken, egal ob, ne, Spaziergang war auch im Vortrag vorher so 'n bisschen Aktivierung, irgendwie Bewegung im Alltag mal da einzubauen, wenn man auch merkt, grade man ist 'n bisschen platt. Das gibt wieder 'n ganz anderen Push, weil dann die ganze Hormonwelt wieder in 'ne, höhere Balance kommt oder eben auch mal 'ne Entspannungsübung. Und da ist es so: Die vier wissenschaftlichen Leistungsprobleme oder Leistungsbremsen sind beim Arbeiten, wenn ich mich einfach überfordere und nie mal aufhöre und nie 'ne Pause mach, dass es ab fünfundvierzig Stunden wirklich die Produktivität senkt und wir stark Fehler und Korrekturaufwände machen.
Bin ich das natürlich als Top-Manager gewohnt, vielleicht fünfzig Stunden zu arbeiten, kann mein Körper das wahrscheinlich irgendwann adaptieren. Aber die meisten, die fünfzig, sechzig Stunden: arbeiten, mit denen ich spreche, haben nicht 'n besonders tollen Schlaf oder fühlen sich besonders wohl zu dem Thema am Anfang: Was wollen wir eigentlich erreichen mit Leistung, mit High Performance? Wo wollen wir hin? Und das muss natürlich jeder für sich entscheiden. Dann haben wir, Aufmerksamkeitsreste. Jeder Themenwechsel kostet uns Fokus und, das geht dann an die Energie, wenn ich jetzt am Tag achtzig Themen bearbeite. Manche Menschen sind dafür auch mehr ausgelegt, wieder individuell. Die können das vielleicht besser und haben trotzdem noch 'n höheres Energielevel. Aber das könnte auch ein Blocker sein, wenn ich da eben nicht so gut drauf ausgelegt bin. Dann ist es so, dass wir eventuell 'n biochemischen Stau haben. Wenn wir einfach Dauerarbeit haben, dann baut sich ATP stärker ab.
Das ist, ATP ist unsere Energie, die im Muskel praktisch immer wieder zusammengesetzt wird oder in der Zelle zusammengesetzt wird. Und darüber können wir: irgendwas tun und dann staut sich Adenosin und dann schaltet das Gehirn auf Sparflamme. Und wir haben vielleicht auch die fehlende Superkompensation, weil eigentlich, egal ob beim Sport oder bei der Arbeit, immer in der Pause passieren, passiert die Magic, sag ich so gern. Also da, wo die Regeneration ist, beim Sport ganz klar erklärbar, adaptieren wir. Und manchmal ist es ja auch so, dass wir nicht, die beste Idee haben, wenn wir im Arbeitsflow sind, sondern dann, wenn wir mal 'ne Pause machen, vielleicht mal von außen draufschauen und dann kommen meistens bessere Ideen. Das bedeutet, ich empfehle immer mehr ergebnisori, orientiert zu arbeiten, anzuschauen. Zeit ist eigentlich nur 'n Input, aber wir brauchen eben diesen Wechsel von Anspannung und Regeneration.
Und dann kommen wir noch mal zu den wichtigsten Biomarkern für die mentale: Performance. Also das andere waren grundsätzliche Biomarker für einfach 'ne, n hohes Energielevel und hier noch mal auch, wissenschaftlich belegt, ne. Ich hab da auch Studien, die hab ich euch jetzt nicht hier alle aufgeführt. Die Folie ist ohnehin schon voll. Da haben wir erstens die Zellenergie und Sauerstoff, ne. Das sind unsere Treibstoffe. Da wären so, ist der Biomarker Ferritin wieder ganz wichtig. Für die Neurotransmittersynthese, also damit alle Signale im Körper überall hingeleitet werden und wir schnell und klar denken können, sind dann Biomarker wie Vitamin D3, Zink, B-Vitamine, enorm wichtig.
Neuroinflammation, wär dann so 'n hoher CRP-Wert. Das ist zum Beispiel auch 'n Wert, der, bei Herzinfarkten gemessen wird. Der Omega-3-Index ist da wichtig, ob da alles passt, ne. Haben wir ein schlechtes Omega-3-Verhältnis, neigen wir dazu, höhere, Entzündungen: vielleicht im Körper auch zu produzieren. Dann noch mal der für den zir-zirkadianen Rhythmus, ne. Da ist das Cortisolprofil enorm entscheidend. Also, alle, die in Richtung wirklich Burn-out gehen, haben da einfach enorme Einschränkungen. Und da ist dann oft die Kunst, da haben wir's nicht mehr in der Hand, weil da sind wir hormon-hormonell gesteuert. Das heißt, da haben wir keine Chance mehr, egal wie groß der Wille ist, weil das Hormon dann einfach was anderes tut. Damit hängt natürlich Melatonin zusammen. Das ist auch was, wenn ich zum Beispiel einfach zu wenig Melatonin abends produziere, dann hab ich eben auch diese REM-Phasen nicht. Und das ist, das tu ich, wenn ich zu viel Sympathikus und zu viel Cortisol in meinem Tag erzeuge.
Das heißt, es liegt schon in unserer Hand. Wenn ihr euch nachmittags nicht konzentrieren könnt, ist es oft kein Mangel an Disziplin oder Motivation. Es ist 'n messbarer Mangel oft der Biochemie. Aber wir tun: natürlich Dinge, dass wir die Biochemie aus dem Gleichgewicht bringen.." Wasser ist auch so ein Lebenselixier. Und Disziplin gehört da leider dazu. Das heißt, man muss sich vornehmen, aber auch umsetzen. Und dann gibt es immer die Alternative und jetzt möchte ich euch ein bisschen aufwecken, weil wir als Menschen sprechen nie solche Dinge aus. Die Alternative zu Disziplin ist nämlich eigentlich dumm. Keiner von uns sagt: "Ich entscheide mich bewusst dafür, körperlich und mental abzubauen. Ich entscheide mich bewusst dafür, weniger Energie zu haben oder ich entscheide mich bewusst dafür, meinen Körper verkommen zu lassen." Stattdessen sagen wir so Sachen wie: "Gerade ist nicht der richtige Zeitpunkt. Ich habe wenig Zeit, ich habe ja viel Stress. Es ist zu viel zu tun. Nächste Woche lege ich los."
Aber dreht es mal rum und sagt euch wirklich Ich entscheide mich bewusst: dafür, weniger Energie zu haben. Ne? Das würde wirklich niemand sagen und deshalb ist es notwendig, sich um gewisse Biomarker, um gewisse, Dinge zu kümmern, um wirklich zu verstehen: Wo stehe ich? Was brauche ich, um einfach ein langes, gesundes Leben zu haben und die Dinge tun zu können, die ich, auf die ich Lust habe und das am besten jederzeit. Und du triffst jeden Tag diese Entscheidung für dich selbst und du kannst jeden Tag nur ein bisschen dein besseres Ich erzeugen und kannst dich um deinen eigenen Körper kümmern. Deshalb sage ich immer: Nimm deine Gesundheit in die eigene Hand und zum-- schön, dass ihr hier seid, weil dafür tut ihr ja schon was.
Informiert euch, weil mit Wissen startet das Ganze. Dann gibt's immer auch das Testen. Muss ich einfach schauen, wo stehe ich, Verantwortung übernehmen und mich mit den Fakten beschäftigen statt nur mit einem Bauchgefühl. Und in dem Fall: sage ich zum Beispiel: Weißt du gerade, wie es um deine B-Vitamine, um dein Vitamin D und deine Fersengesundheit steht oder rätst du noch? Meine Empfehlung ist ganz klar: Hör auf zu raten und mach deine Gesundheit messbar. Das ist ein Grund, wieso ich bei cerascreen arbeite, weil das meine Leidenschaft entfacht hat und ich hoffe, jetzt konnte ich auch ein bisschen eure Leidenschaft dafür entfachen und euch ein bisschen Wissen mitgeben.
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